Weldit GmbH - Reparaturschweißen und Verschleißschutz für Instandhaltung mit System

Schweißmaterial für Gußeisen-Werkstoffe

Auspuffkrümmer
Auspuffkrümmer

Unter Gusseisen versteht man eine Eisenlegierung mit einem hohen Anteil von Kohlenstoff (> 2 %) und Silizium (> 1,5 %) sowie weiteren Bestandteilen wie Mangan, Chrom oder Nickel. Es wird unterschieden zwischen dem schwarzen Gusseisen (Grauguss), in dem der überschüssige Kohlenstoff in Form von Graphit, und dem weißen Gusseisen, in dem der Kohlenstoff in Form von Zementit vorkommt.

Für die viefältigen Gusswerkstoffe braucht man die passenden Schweißwerkstoffe, die WELDIT in ihrem Programm hat. WELDIT Guss-Schweißwerkstoffe eignen sich hervorragend zum Reparaturschweißen an alten und neuen Gussteilen. Auch Guss und Stahl lassen sich gut miteinander verschweißen.

Wir beraten Sie gerne.

Elektroden

WELDIT 2101 Grauguß-Elektrode auf Nickelbasis

Produkt-Spezifikation WELDIT 2101
Grauguß-Elektrode auf Nickelbasis
Stabelektrode für Gusseisen; E-Ni BG 13

Eigenschaften:
Basisch-graphitisch umhüllte Stabelektrode auf Rein-Nickelbasis mit verzögertem Tropfenübergang zum Gußeisen-Kaltschweißen. Gut bearbeitbares Schweißgut (feilenweich). Geringe Aufhärtung in der Randzone.
Anwendungen: Reparaturschweißungen an Gußteilen (Gehäuse von Getrieben, Pumpen usw.): Lunker ausfüllen, Risse schweißen.
Verarbeitungshinweise: Vorbereitung: Ab ca. 4 mm Wandstärke 80° bis 90° V- oder X-Nute. Rißenden sind abzubohren.

 

Schweißen:
Elektrode fast senkrecht, Lichtbogen mittellang halten. Raupen von 1-3 cm Länge schweißen und sofort hämmern (Pilgerschritt). Erst weiter schweißen, wenn das Werkstück auf Handwärme abgekühlt ist. Kann sich das Werkstück frei ausdehnen, so kann ohne Unterbrechung geschweißt werden.

Für folgende Werkstoffe einsetzbar:
GG-14, 18, 25, 30
GGG-40, 50, 60, 70
GTS-35, 45, 55, 65, 70

Zulassung: DB

Mechanische Gütewerte: DIN 8573 E Ni BG 13
Streckgrenze: Re> 230 N/mm2
Zugfestigkeit: Rm 380 - 430 N/mm2
Härte: 120 - 150 HB
130 - 170 HV

Richtanalyse (%): C < 0.10 Mn < 1.0 Si < 2.0 Fe < 2.0 Ni (min 95%)
(ISO 6847)

Abmessung (mm): 2.5 x 350 3.2 x 350 4.0 x 350 5.0 x 350

Stromstärke: Empfohlene durchschnittliche Stromstärken:
Dm2.5 mm/ 70A
Dm3.2 mm/100A
Dm4.0 mm/145A
Dm5.0 mm/180A


Stromart: =(+/-) oder ~

WELDIT 2102: Ferro-Nickel Guß-Elektrode

Produkt-Spezifikation WELDIT 2102
Ferro-Nickel Guß-Elektrode

Eigenschaften: Basisch-graphitisch umhüllte Stabelektrode auf Ferro-Nickel Basis (60% Ni - 40% Fe) für Kaltschweißungen. Verbindung und Schutzbeschichtung von hochbeanspruchten Gußteilen und Gußeisen-Stahl-Verbindungen. Besonders geeignet für Sphäroguß. Große Rißfestigkeit am Schweißgut. Der Einbrand ist sehr gering. Es entsteht eine nur niedrige Aufmischung des Schweißgutes mit dem Grundwerkstoff.

Anwendungen:
Reparaturschweißen von Maschinen-, Pumpen-, Differentialgehäuse usw.; Schutzbeschichtung gußeiserner Ziehwerkzeuge sowie Produktionsschweißen an Gußeisenwerkstücken. Gut bearbeitbares Schweißgut (feilenweich).
Ab ca. 4 mm Wandstärke V- oder X-Nute. Rißenden anbohren.

Verarbeitungshinweise:
Um Überhitzung zu vermeiden, sollten die Schweißnähte nicht zu lang sein (ca. 1-3 cm). Schweißgut sorgfältig hämmern, um der Schrumpfung entgegenzuwirken und eventuelle Rißbildung zu vermeiden; erst nach Abkühlen auf Handwärme nächste Teilnaht schweißen. (Vorwärmung in der Regel nicht nötig, aber eventuell vorteilhaft.). Lichtbogen mittellang (ca. Elektrodendurchmesser), Elektrode senkrecht halten.

Für folgende Werkstoffe einsetzbar: Temper-, Grau- und Sphäroguß:
GG-14, 18, 25, 30
GGG-40, 50, 60, 70
GTS-35, 45, 55, 65, 70
Verbindungen von Gußeisen mit Stahl oder Stahlguß

Zulassung:
Mechanische Gütewerte: DIN 8573 E NiFe BG 13
Streckgrenze Re ca. 300 N/mm2
Zugfestigkeit Rm 430 - 500 N/mm2
Härte ca. 200 HB
ca. 210 HV

Richtanalyse (%): C < 1.0 Mn < 1.0 Si < 2.0 Ni = 58-60 Fe (Rest)
(ISO 6847)

Abmessung (mm): 2.5 x 350 3.2 x 350 4.0 x 350 5.0 x 350

Stromstärke: Empfohlene durchschnittliche Stromstärken:
Æ 2.5 mm Æ 3.2 mm Æ 4.0 mm Æ 5.0 mm
70 A 100 A 145A 180 A

Stromart: =(+/-) oder ~

WELDIT 2103: Bimetall-Elektrode zum Gußeisen-Schweißen

Produkt-Spezifikation WELDIT 2103
Bimetall-Elektrode zum Gußeisen-Schweißen

Eigenschaften:
Basisch-graphitisch umhüllte Stabelektrode mit Bimetallseele und hoher elektrischer und thermischer Leitfähigkeit. Ermöglicht hohe Schweißgeschwindigkeiten - auch bei Gleichstrom - ohne Erhitzung der Elektrode (wie z.B. bei Elektroden auf Ferro-Nickel Basis zu beobachten).

Anwendungen:
Verbindungsschweißen von hochbeanspruchten und verschmutzten (Farbe, Oxidation, Öl) Gußteilen: Maschinen-, Pumpen-, Differentialgehäuse usw.. Heterogene Guß-Stahl-Verbindungen. Auftragungen an gußeisernen Werkstücken. Verbindungsschweißen von mechanisch belasteten Werkstücken und Gußrohren.

Verarbeitungshinweise:
Wechselstrom erlaubt Schweißen in allen Lagen. Um Überhitzung zu vermeiden, sollten die Schweißnähte nicht zu lang sein. Das Schweißgut bei schrumpfbehinderten Werkstücken sorgfältig hämmern, um eventuelle Rißbildung zu vermeiden. Lichtbogen mittelang (ca. Elektrodendurchmesser), Elektrode senkrecht halten.

WELDIT 2111: Grauguß-Elektrode auf Nickelbasis

Produkt-Spezifikation WELDIT 2111

Eigenschaften:
Basisch-graphitisch umhüllte Stabelektrode auf Rein-Nickelbasis mit verzögertem Tropfenübergang zum Gußeisen-Kaltschweißen. Gut bearbeitbares Schweißgut (feilenweich). Geringe Aufhärtung in der Randzone.

Anwendungen:
Reparaturschweißungen an Gußteilen (Gehäuse von Getrieben, Pumpen usw.): Lunker ausfüllen, Risse schweißen.

Verarbeitungshinweise: Vorbereitung:
Ab ca. 4 mm Wandstärke 80° bis 90° V- oder X-Nute. Rißenden sind abzubohren.

Schweißen:
Elektrode fast senkrecht, Lichtbogen mittellang halten. Mit geringem Wärmeeintrag und niedriger Temperatur arbeiten (max. 70°C), um Risiko der Rißbilding zu verringern. Raupen von 1-3 cm Länge schweißen und sofort hämmern (Pilgerschritt). Erst weiter schweißen, wenn das Werkstück auf Handwärme abgekühlt ist. Kann sich das Werkstück frei ausdehnen, so kann ohne Unterbrechung geschweißt werden.

WELDIT 2112: Ferro Nickel Elektrode mit kupferplattiertem Kerndraht

Produkt-Spezifikation WELDIT 2112
Ferro Nickel Elektrode mit kupferplattiertem Kerndraht WELDIT 2112

Eigenschaften:
Graphitbasisch umhüllte Stabelektrode mit kupferplattiertem Ferro-Nickel Kerndraht zur Fertigungs- und Reparaturschweißung von Sphäroguss (GGG). Insbesondere für Stahl / Gussverbindungen oder Flansch an Gussrohrschweißungen. Gute Benetzungs- und Fluss-Eigenschaften des Schweißgutes. Hervorzuheben ist die ausgezeichnete Strombelastbarkeit dieser Elektrode durch den kupferplattierten Kerndraht, also keine Tendenz zum Glühen der Elektroden.

Anwendungen: Reparatur von Gussfehlern, Motorblöcken, Gehäusen von Werkzeugmaschinen und Getrieben, Pumpen- und Ventilgehäusen Ausgezeichnete Scheißeigenschaften.

Verarbeitungshinweise:
Gusshaut im Bereich der Schweißnaht entfernen. Zünden der Elektroden auf dem Schweißgut der vorherigen Raupen. Mit geringer Wärmeeinbringung kurze Raupen von ca.3cm Länge schweißen, Temperatur tief halten (<70°C). Zum Spannungsabbau Nähte sofort nach Entfernen der Schlacke abhämmern.

WELDIT 2127: Umhüllte Stabelektrode für Gußeisenwerkstoffe und Stähle

Produkt-Spezifikation WELDIT 2127

Eigenschaften:
Spezialelektrode auf Eisen-Kohlenstoffbasis zum Reparaturschweißen. Bindet auch auf alten, verölten oder hitzebeeinträchtigten Gußeisenwerkstücken; auch für massive Werkstücke geeignet. Kann ohne Vorwärmung verwendet werden. Sehr feinschuppige Flachnähte; stabiler Lichtbogen; sehr gute Bindung und guter Einbrand ohne Einbrandkerben; einfache Handhabung in Zwangslagen; farbähnlich, emaillierbar; nicht feilbar (nur durch Schleifen zu bearbeiten)

Anwendungen:
Schweißungen von Grauguß, Weißguß, Stahlguß und Stählen (unlegierte, höher gekohlte oder niedrig legierte Stähle) sowie für die erste Auftragungslage bei Gußeisenverbindungen, z.B.: Arbeitskanten von Kaltschnittwerkzeugen aus Guß und Stählen; Glühofenroste, Kokillen, Übergangslagen an schwer schweißbaren Gußwerkstücken.

Verarbeitungshinweise:
Zu schweißende Bereiche müssen metallisch sauber sein. Die Gußhaut ist zu entfernen. Vorwärmung ist nicht unbedingt erforderlich, jedoch erleichtert eine Vorwärmtemperatur von 200°C die Arbeit. Nur trockene Elektroden verwenden (Rücktrocknung bei 250°C für 2h). Bei niedrigem Strom und kurzem Lichtbogen dünne Lagen auftragen.

WELDIT 2128: Nickelfreie Kaltschweißelektrode für Gusseisen

Produkt-Spezifikation WELDIT 2128

Eigenschaften:
Nickelfreie Stabelektrode zum Kaltschweißen von Grauguss mit basischer Sonderumhüllung. Schweißgut farbähnlich dem Grundwerkstoff.
Stabiler Lichtbogen, gutes Anlegieren und gleichmäßiger Fluss.

Anwendungen:
Reparaturen von Gussfehlern in Gießereien, Reparaturschweißungen an Gusseisen, erste Lage von Hartauftragungen auf Gusseisen.

Verarbeitungshinweise:
Wärmeeinbringung so gering wie möglich halten (max. 70°C Schweißtemperatur), um die Warmrissgefahr im Grundwerkstoff auf ein Minimum zu reduzieren. Stromstärke möglichst niedrig einstellen und kurze, schmale Raupen schweißen. Spannung im Schweißbereich nach jedem Schweißdurchgang durch Hämmern abbauen (wichtig bei starren Werkstücken). Die Schweißkanten müssen absolut sauber und ölfrei sein (Rückstände vor dem Schweißen abschleifen).

Fülldraht

WELDIT 2402: Schweißzusatz

Produkt-Spezifikation WELDIT 2402

Eigenschaften:
Der Schweißzusatz ergibt einen nickelreichen Mischkristall mit ausgeschiedenem Kugelgraphit. Die Fülldrahtelektrode lässt sich spritzerarm verschweißen und ergibt ein schlackefreies glänzendes Schweißgut mit hoher Rissbeständigkeit, das sich gut spanend bearbeiten lässt.

Anwendungen:
Gusseisen mit Kugelgraphit, Temperguss, lamellarer Grauguss, Verbindungen von Gusseisen mit Stahl. Besonders geeignet zum Verbinden und Auftragen mechanisch belasteter massiver Werkstücke bei Instandsetzungen und Fertigungsschweißungen, z.B. Großarmaturen, Werkzeugmaschinenschlitten, Lagerstellen, Gleitschienen, Zahnräder, Turbinenschaufeln und -gehäuse, Kurbelwellengehäuse, Schiebersitze.

Verarbeitungshinweise:
Die aufzutragenden oder zu verbindenden Flächen sollen metallisch blank sein; eventuell vorhandene Gusshaut entfernen. Bei kritischen Werkstoffen und Werkstücken ist eine Vorwärmung auf ca. 200°C vorteilhaft zur Reduzierung der Rissgefahr in der Übergangszone. Zum Arbeiten mit geringer Streckenenergie empfiehlt sich die Strichraupentechnik; eine grundwerkstoffabhängige Zwischenlagentemperatur ist bei kritischen Werkstücken zu berücksichtigen.
Schutzgas: DIN 32526 - I1, M21